Welt der kleinen Kostbarkeiten

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Mittwoch, 31. Dezember 2014

Endlich vorbei.........

dieses schlimme Jahr 2014, in dem ich hier auch deshalb keinen einzigen Post geschrieben habe.

Angefangen hatte alles schon am 7. Oktober 2013, als unsere Tochter am Abend des Tages ganz plötzlich mit einem sehr schweren Schlaganfall ins Krankenhaus kam.
Viele Tage lang wusste niemand, ob sie es überleben würde. Dann folgten viele Monate in zwei verschiedenen Rehakliniken.

Unserer Tochter ging es mal besser und mal schlecht bis ganz schlecht. Es war ein stetiges Auf und Ab.
Letztendlich war ich....bis auf wenige Tage.....insgesamt 1Jahr und 2 Monate ständig an ihrer Seite. Während der Rehazeit wohnte ich in einer Ferienwohnung direkt bei der Rehaklinik und, als sie nach 7 Monaten entlassen wurde, blieb ich bei ihr mit in ihrem Haus, da sie getrennt lebt und allein dort nicht leben konnte.

Wenigstens ist ihr Wohnort nur eine halbe Stunde Autofahrt von unserem eigenen entfernt, so, dass mein Mann uns nun mindestens zweimal die Woche besuchen kam.

Da unsere Tochter linksseitig weiterhin gelähmt und auf einem Auge blind ist, sowie nur mit Gehhilfe bzw., bei längeren Strecken, mit Rollstuhl unterwegs sein kann,  waren und sind weitere Therapien daheim notwendig.
Gerade vor kurzem wurde sie weiterhin für unbestimmte Zeit arbeitsunfähig geschrieben. Es liegt also noch ein langer Therapieweg vor ihr.

Genau an dem Tag, als wir für sie, nach der Entlassung aus der langen  Rehazeit, eine kleine Überraschungs- Begrüssungsfeier mit engsten Freunden und Familie vorbereitet hatten,  erreichte mich die Nachricht, dass meine Eltern nicht kommen können,  da mein Papa auf dem Weg ins Krankenhaus sei....... Schlaganfall

Noch am Tag zuvor hatte er im Garten meiner Tochter fleißig gesägt, gehämmert, gepinselt und ein Loch in den Rasen gebuddelt, weil wir  an ihrer  Terasse ein Vogelhaus hinstellen wollten, damit sie von ihrem Wohnzimmr aus die Vögel beobachten kann.
Der Schlaganfall hat bei meinem Papa genau die Schäden verursacht, die auch meine Tochter davongetragen hat.
Leider konnte und kann man ihm, bedingt wohl durch sein hohes Alter,  nicht mehr helfen. Er wurde zum Vollpflegefall, wird künstlich ernährt und hat nicht mal mehr die Kraft, kurzzeitig im Rollstuhl zu sitzen. Geistig ist er allerdings voll da und bekommt seinen Zustand mit,  was ihm jeden Lebenswillen nimmt.

Seit August 2014  wohnen meine Eltern nun in einem sehr schönen Seniorenwohnpark.....meine Mama in einer kleinen, gemütlichen Wohnung unterm Dach  im 4. Stock, mit Balkon, und mein Papa in einem Zimmer auf der Pflegestation eine Etage tiefer.
Wir mussten
 uns schneller als gedacht, und leider unter schlimmen Voraussetzungen , umgehend um eine geeignete Unterkunft für unsere Eltern kümmern, denn die Weigerung der Krankenkasse, meinen Vater länger in der Reha zu behandeln, kam sehr kurzfristig. Ein längerer Rehaaufenthalt bei einem 87jährigen Patienten "lohnt" sich nämlich nicht............Sowas hatte ich schon bei älteren Patienten in der Rehaklinik unserer Tochter miterleben müssen.
Zurück nach Hause war für meine Eltern unter den gegebenen Umständen aber unmöglich.

Da mein Bruder beruflich noch lange in Indien bleiben würde, meine Schwester berufstätig ist, ich weiterhin auf unbestimmte Zeit bei meiner Tochter bleiben mußte und obendrein weder  bei meiner Schwester noch bei uns im Haus auf  Dauer Platz für 2 Personen mit Hab und Gut vorhanden gewesen wäre, brauchten wir dringendst ein neues Zuhause für beide.

Inzwischen ist die grosse Wohnung mit wunderschönem Garten meiner Eltern aufgelöst. Das war für uns alle nicht einfach, denn immerhin leben die Beiden noch und dennoch mussten wir den grössten Teil ihrer gesamten Habe im Container entsorgen. Das fand ich ganz furchtbar.

Zum Glück hat meine Mom das alles eher wenig mitbekommen. Sie war nur wenige Male mit um zu entscheiden, was alles mit muß. Da sah die Wohnung noch fast so aus, wie sie es gewohnt war. Mein Papa hat sein Zuhause am 1. Mai 2014, dem Tag seines Schlaganfalls, das letzte Mal gesehen. Er konnte danach nicht mehr dorthin. Gott sei Dank, denn es hätte ihm das Herz gebrochen.
Weder er noch meine Mama mußten mit ansehen, wie ihr ganzes "Leben" einfach in einem riesigen Container verschwand.
Wenigstens einige Teile konnten wir noch verkaufen und für so manche Dinge fanden sich Abnehmer in der Familie.

Alles in allem  war 2014 ein schreckliches Jahr.
Seit Dez.2014 wird unsere Tochter nun von einem Pflegedienst betreut und ich bin, nach 14 Monaten,  wieder in meinen eigenen vier Wänden.

Die äusseren Umstände lassen leider auf  kein besonders schönes 2015 hoffen. Vielleicht werde ich meinen Papa nicht mehr lange bei mir haben, aber ihn so leiden zu sehen und nicht helfen zu können, ist noch viel schlimmr.
Euch allen wünsche ich einen guten Rutsch und vor allem Gesundheit, denn ohne die ist alles andere nichts.

Alles Liebe und bis zum nächsten Jahr, in dem ich mich hier hoffentlich wieder häufiger melden kann.

Eure Gaby aus dem Haus am Wald

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Liebe Gaby,
da hast du ja wirklich ein sehr schweres Jahr hinter dir. Für das neue Jahr wünsche ich dir
alles, alles Gute und euch allen viel Kraft.
Liebe Grüße,
Monika

Claudia hat gesagt…

Liebe Gaby,
das war wirklich kein schöns Jahr für Dich, das Dich viel Kraft gekostet hat! Für das Neue Jahr wünsche ich Dir auch ganz viel neue Kraft und Energie, und, daß es trotz allem, ein klein wenig schöner wird für Dich und Deien Lieben ...
Sei ganz lieb umarmt!
♥ Allerliebste Grüße ,Claudia ♥

kleine-creative-Welt hat gesagt…

es tut mir sehr leid, dass ihr so schreckliche Schicksalsschläge erleiden musstet - ich denke an euch und wünsche euch von Herzen Kraft und ein wenig Zuversicht -

herzlichst- Ruth

Isi Merkel hat gesagt…

liebe gaby
das schicksal hat es wirklich nicht gut mit dir gemeint. es tut mir sehr leid, dass du so eine schwere zeit durchleben musst.
aber auch wenn die aussichten nicht grade rosig sind, wünsche ich dir für's neue jahr einfach viele kleine glücksmomente. immer mal wieder eine kleine begebenheit die dein herz erfreut, in einer schwierigen zeit.

alles liebe, isi

Sara Mary Waldgarten hat gesagt…

Jetzt hab' ich hier auch noch hergefunden. Das ist ja sehr schlimm, was Deiner Tochter passiert ist! Wenn ich da an meine Kinder denke, ich wüßte nicht, was ich täte .... wenn man Kinder hat, lebt man ohnehin immer in dieser Angst ... ob es Auto- oder Motorradfahrten sind ... man darf gar nicht drüber nachdenken. Manchmal kommt alles auf einmal. Das mit dem Leben im Container verschwinden haben wir erst bei 2 Nachbarinnen meiner Mutti erlebt. Das ist alles so schlimm, vor allem, weil die betagten Damen an ihrer Wohnumgebung hingen. Aber wenn man ganz allein lebt und ständig hinfällt und schwach ist ....
Ich fühle mit Dir!
Von Herzen
Sara