Welt der kleinen Kostbarkeiten

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Freitag, 22. April 2016

Stundenlanges Suchen und Bangen nahmen ein einigermassen gutes Ende

Mama war verschwunden.
Spurlos.
Einfach weg.

Auch zum Abendessen im Seniorenwohnpark, in dem sie ja wohnt, seit mein Papa nach seinem Schlaganfall dort gepflegt werden musste, war sie nicht erschienen.

Recherchen ergaben, dass sie seit Stunden nicht mehr gesehen wurde.
Eine Vermisstenmeldung bei der Polizei brachte auch kein Ergebnis.
Wir wussten nicht mal, was genau sie an hatte.  Inzwischen war es dunkel und doch wieder ziemlich kühl nach dem sehr warmen Tag.
Es wurde per Auto, zu Fuss und auf dem Fahrrad nach ihr gesucht. An allen Stellen, die uns einfielen,  wo sie hätte sein können.
Nix.
Dann hab ich mich selber nochmal ans Telefon gehängt und die Braunschweiger Krankenhäuser angerufen.

Und da fand ich sie dann auch. Sie war mit dem Notarzt eingeliefert worden, weil sie umgekippt war und gefunden wurde.
Inzwischen ging es ihr soweit besser, dass sie ihren Namen und das Geburtsdatum angeben konnte.

Äußerlich hatte sie keine Verletzungen.
Warum, wieso und was genau sie allerdings gemacht hat, um dort hin zu kommen, wo man sie fand, ---zu Fuss mit Rollator viel zu weit weg vom Wohnpark--- ist nicht aus ihr herauszubekommen. Sie erzählt eine ziemlich verrückte und verworrene Geschichte.

Nun liegt sie erstmal im Khs. Und wird mit Flüssigkeit aufgefüllt. Sie trinkt ohne Aufsicht viel zu wenig die letzte Zeit.

Alles also nochmal einigermassen gutgegangen, aber ich würde sonstwas  dafür geben, solche Aufregungen nicht mehr ständig erleben zu müssen.
Seit Ende 2013 lebe ich nun ständig in der Angst, dass das Telefon klingelt und neue Hiobsbotschaften bringt. Erst unsere Tochter, dann Papa und jetzt Mama.

Und doch denke ich, wir haben Glück, unsere Tochter ist am Leben geblieben, wenn auch mit schweren Folgen und Mama könnte auch viel schlimmere Krankheiten als "nur" Demenz haben.

Trotzdem.....Etwas ruhigere Tage wären schön.

Geniesst jeden Tag, egal wie er gerade verläuft.
Plötzlich kann alles ganz anders sein und die "alten" Tage mit all den kleinen, ach so unwichtigen Sorgen, kommen niemals mehr wieder.

Eure Gaby






Kommentare:

yase hat gesagt…

Das Leben kann ziemlich schwer sein.... Wenn ich so lese, was du erzählst - auch in den Kommentaren, dann hast du schon viel erlebt. Bei mir sind die schweren Zeiten schon lange Jahre zurück keine Ahnung mehr, wie ich das alles schaffte damals.
Könnte man deiner Mama nicht eine Handyortung umhängen oder so.. Es muss doch was geben, weil einsperren geht ja auch nicht!
Ich wünsche dir von Herzen ein erholsames Wochenende
Herzlichst
yase

Irmtraud Kesselring hat gesagt…

Liebe Gaby,
ich verstehe dich so gut. Diese Aufregungen müssen nicht
sein. Schlimm ist, dass man auch in den Heimen nicht auf
die Insassen aufpassen kann. Man glaubte sie dort doch sicher.
Einen guten Start ins Wochenende wünscht dir
Irmi

Birgitt hat gesagt…

...wirklich viel los bei dir, liebe Gaby,
ich wünsche dir viel Kraft und Gelassenheit, die Hürden des Alltags zu meistern,

liebe Grüße
Birgitt

Kerstin hat gesagt…

Ach Gaby, das ist ja wirklich schlimm, vorallem die Ungewissheit und der Gedanke dass es wieder passieren kann. Ich hoffe sehr, dass sich Deine Mama recht schnell wieder erholt und bald in ihre gewohnte Umgebung zurückkommen kann. Ich wünsche Dir, dass Du so einen Abend nicht mehr erleben musst.

Alles Liebe
Kerstin

kleine-creative-Welt hat gesagt…

Liebe Gaby,
das ist ja ein Schreck gewesen für euch - du hast ja so recht - ich hab auch immer Angst, was noch auf mich zukommt -
aber es ist wirklich wahr: wir müssen zufrieden sein... es könnte immer noch Schlimmeres passieren -
ich wünsche dir und deiner Familie von Herzen alles Gute -

liebe Grüße - Ruth

acrimbolda's glaswelt hat gesagt…

Liebe Gaby,
ich bewundere dich, wo nimmst du nur sooo viel Kraft her.
Fühle dich umarmt.
Liebe Grüße
Elsbeth

Elisabeth J.-S. hat gesagt…

Ich lese es erst heute ... Gut, dass sie wieder da ist. Viel Kraft für Dich, ich weiss ja wie sehr das Telefonklingeln das Herz in Aufruhr bringen kann ...
liebe Grüsse
Elisabeth

Sara Mary Waldgarten hat gesagt…

Ohje, das ist schon schlimm! Meine Mutter ist 87, aber sie kann gar nicht mehr alleine raus, weil sie nur noch wenig sehen kann. Ich les gerade Braunschweig, wohnst Du also auch in der Nähe?
Ja, diese Angst vor Hiobsbotschaften begleitet mich auch nun schon seit 2009. Da hast Du ja auch ein Schicksal, wenn ich das noch von Deiner Tochter lese ...
Ich wünsch' Dir alles Liebe und für Deine Mutter bzw. Eltern das Beste:

Sara

Rumpelkammer hat gesagt…

oh jee..
lass dich mal drücken
ich habe das Glück das mein Vater (96 ) geistig und auch so noch recht fit ist
meine Mutter war es bis zu ihrem Tod auch
aber schnell kann sich alles ändern..
liebe Grüße
Rosi