Welt der kleinen Kostbarkeiten

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Montag, 22. August 2016

Ihr lieben "Alle",.....

.....2 Monate ist es nun schon her, dass ich hier was geschrieben habe :(

Sehr viel ist inzwischen passiert, leider alles nur Trauriges. Zum Schreiben längerer Beiträge hier im Blog war mir einfach nicht zu Mute.
Allerdings haben sich ein paar meiner Leserinnen per Mail etc., immer mal wieder bei mir gemeldet und erkundigt, was los iSt. Inzwischen habe ich allen geantwortet und hoffentlich  niemanden dabei übersehen/vergessen.
Gerade heute hat mich die liebe H. (weiss nicht, ob du möchtest, dass ich deinen Namen nenne) besorgt angeschrieben und nach Mama und mir gefragt.

Es fällt mir schwer, immer wieder die letzten Wochen mit Mama zu beschreiben und zu erklären, was seitdem alles passiert ist.
Darum heute hier für alle ein paar erklärende Zeilen.
Bitte versteht, dass ich so öffentlich nicht in allzu persönliche Details gehen mag.

Nach ihrem Schlaganfall wurde Mama einige Zeit auf einer speziellen Station versorgt, der Stroke Unit.
Danach wurde sie in ein anderes Khs. auf die Geriatrie verlegt.
Dort blieb sie ein paar Wochen, in denen man versuchte, sie soweit zu stabilisieren, dass sie wenigstens zeitweise im Rollstuhl sitzen kann.
Leider stellten sich allgemein keine sehenswerten Erfolge ein, eher geschah das Gegenteil....sie wurde immer apathischer, reagierte immer weniger auf alles um sie herum. Gesprochen hat sie nur sehr selten mal, auch nur 3-4 Worte höchstens, eher gab sie uns wenigstens manchmal zu verstehen, dass sie unsere  Anwesenheit mitbekommt, indem sie, nach Aufforderung, unsere Hände ganz leicht drücken konnte.
Dann kam der Tag, als sie entlassen wurde und nun zur Vollpflege auf die Pflegestation im Seniorenwohnpark musste............in  ein typisches Krankenzimmer im 3. Stock, mit Bett, Nachtschrank, Tisch und 2 Stühlen, aber wenigstens in abnehmbarer Grösse, jedoch völlig unpersönlich.
Ein paar Tage später haben dann meine Geschwister und ich Mamas Wohnung, im 4. Stock, und ihre Bodenkammer ausgeräumt.
Zum 2. Mal, nach dem Schlaganfall von Papa, wo wir zum Nov. 2014 Haus und Garten meiner Eltern auflösen und grösstenteils entsorgen mussten, wanderte jetzt wieder  fast das gesamte restliche Hab und Gut von Mama in den Container :(((
Alles was an Möbelstücken und Deko aber  in ihr neues Zimmer passte, wurde eine Etage nach unten geschafft.
Auch wenn sie meist nur für Sekunden  zurück in unsere Welt kommt, soll sie wenigstens dann auch vertraute Gegenstände um sich sehen.
Meine Geschwister waren schon gefahren, als ich noch die letzten kleineren Räum- und Dekoarbeiten in Mamas neuem Zimmer vornahm.
Gerade als ich mit allem fertig war, musste es ganz plötzlich sehr schnell gehen und der Notarzt gerufen werden.
Als er eintraf, hatte Mama weder messbaren Puls noch Blutdruck und hatte Sekunden vorher aufgehört zu atmen.
Arzt und Sanitäter handelten rasend schnell und spritzten ihr irgendein Mittel.
Sie kam nochmal zurück ins Leben und wurde dann, in lebensbedrohlichem Zustand,  erneut ins Khs gebracht.
Da ihr dort nun aber nicht mehr geholfen werden kann, (sämtliche lebenserhaltenden Maschinen haben wir auf ihren Wunsch abgelehnt), ist sie seit Donnerstag wieder im Wohnpark und wird dort nun palliativ versorgt.

Ich wünschte, der Notarzt wäre ausnahmsweise mal nicht so rasend schnell vor Ort gewesen, dann hätte Mama jetzt schon ihre Ruhe und wäre bei Papa.

Wieder müssen wir miterleben, wie Mama, genau wie Papa, über Monate hinweg dahinsiecht.
Es ist unendlich schwer zu ertragen, das mit ansehen zu müssen und wir hoffen, dass Mama bald erlöst wird und nicht mehr leiden muss.
So traurig und schmerzlich es ist, wenn ich sie nicht mehr bei mir haben kann, so hoffe ich doch, danach langsam wieder in ein geregelteres Leben zurückzufinden.
3 Schlaganfälle mit schwersten Folgen ...bei Tochter, Papa, Mama...  in nur zweieinhalb Jahren, das verbraucht alles an Kraft, die ein Mensch zur Verfügung hat und greift dann leider auch den eigenen Körper an.

Eure Gaby